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Vereinssport beim TV Friesen Telgte.

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Delegiertenversammlung des TV Friesen Telgte

TELGTE. Seit zehn Jahren ist Gudrun Busch (Bildmitte) die Vorsitzende des TV Friesen Telgte. Sie wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Theo Wübben zum Schatzmeister (l.) und Klaus Rüter zum 2. stellv. Vorsitzenden (r.). Foto: Bernd Pohlkamp

 

TELGTE. Die Corona-Pandemie hat den Vereinssport des TV Friesen mit seinen 16 Abteilungen seit Mitte März schlagartig lahmgelegt. Auf der Delegiertenversammlung des TV Friesen, die am Donnerstagabend in der Gaststätte Osthues-Brandhove stattfand, beschrieb die Vorsitzende Gudrun Busch in einer bewegenden Rede das Vereinsleben der zurückliegenden Monate. „Als die Sporthallen geschlossen waren, haben Mitglieder mit Kreativität und tollen Ideen den Corona-Lockdown ein Stück weit erträglicher gestaltet. Dazu gehörten etwa Online-Fitnesskurse, Kreativkurse oder selbst produzierte Videos, die unsere Mitglieder bei Laune halten sollten. Das war für mich beeindruckend, belebend und trug dazu bei, dass wir uns weiter als Verein präsentieren.“ Dennoch kam sich Gudrun Busch teilweise vor wie die Bundeskanzlerin: 16 Abteilungen, unterschiedlich ausgerichtet, unter einem Schirm zu halten. „Das war eine Herkulesaufgabe. Doch gemeinsam haben wir es geschafft,“ freute sich Gudrun Busch. Dafür bedankte sie sich bei allen Ehrenamtlichen, bei allen Übungsleitern und Helfern.“  Einig waren sich alle im Vorstand, alle Großveranstaltungen für 2020 abzusagen.

Mit der schrittweisen Freigabe des Trainingsbetriebs ab dem 11. Mai konnte der TV Friesen den Sportbetrieb auch in den Hallen unter Einhaltung sämtlicher Hygiene- und Infektionsschutz-Regeln wieder aufnehmen. Der Vorstand habe für seine rund 2.800 Mitglieder auf Basis der Auflagen von Bund, Land und Stadt Grundregeln für die Teilnahme am Sport erstellt, die es gelte zu beachten, so die Vorsitzende.

Positiv bewertete Gudrun Busch in diesem Zusammenhang die stabil gebliebene Mitgliederzahl. In diesem Jahr verzeichnete der Verein (Stand: 30.09.) neben 130 Neumitgliedern und 126 Austritte.

Die Mitgliederstruktur macht deutlich, dass der Verein geprägt ist von der Jugend: 1.150 Mitglieder oder 41% sind unter 18 Jahre alt. 283 unter sechsjährige Mädchen und Jungen sind insbesondere beim Eltern- und Kindturnen aktiv. Hier gebe es bereits einen Aufnahmestopp, weil dem Verein einerseits Übungsleiter fehlen und andererseits die Hallenkapazitäten eine Ausweitung nicht ermöglichen. 512 Mitglieder sind über 60 Jahre alt. Der Reha- und Gesundheitssport habe enormen Zulauf, berichtete Gudrun Busch weiter. 37 Kurse biete der TV Friesen wöchentlich im Vereinszentrum an der Münsterstraße 14 an. „Das sind sieben Stunden täglich. Mehr geht nicht. Wir stoßen auch hier an unsere Grenzen,“ bedauert die Vorsitzende nicht noch mehr Gesundheits- und Fitnesskurse anbieten zu können. In den Sporthallen finden wöchentlich etwa 100 Trainingsstunden statt. Hinzu kommen die Angebote im Freien durch Radsportler, Läufer, Leichtathleten, Walker und Wanderer. „Das alles erfordert eine hohe Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement, zu Kooperation, Kommunikation und Organisationstalent,“ so Gudrun Busch in ihrem Zweijahresbericht.

 

 

Seit dem Lockdown im März wird die Dreifachsporthalle am Schulzentrum saniert.

In diesem Zusammenhang lobte Gudrun Busch die Handballer, die viel  Engagement und Geduld zeigen. Einige Wünsche und Ziele konnten allerdings bislang nicht gelöst werden. Es gebe weiteren Gesprächsbedarf mit der Verwaltung. Insbesondere bei der Gestaltung der Hallenordnung gebe ess Änderungswünsche.  Mit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes rechnet der TV Friesen nach den Weihnachtsferien im Januar 2021.

Den Kassenbericht präsentierte Schatzmeister Theo Wübben. Die Kassenprüferin Antonia Lechler bescheinigte ihm eine einwandfreie Finanzbuchhaltung. Dafür hielt Theo Wübben viel Beifall. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Vor den Vorstandswahlen wurde die Vorsitzendentätigkeit von Gudrun Busch gewürdigt: Seit zehn Jahren ist sie die Chefin des größten Sportvereins der Emsstadt. Dafür gab es Beifall von den Delegierten und ein klares Handzeichen von allen Anwesenden: Das bedeutete ihre einstimmige Wiederwahl zur ersten Vorsitzenden. Seit 25 Jahren ist Klaus Rüter Basketball-Abteilungsleiter und gleichzeitig auch zweiter stellv. Vorsitzender. Auch er erhielt 100 Prozent Zustimmung. Schließlich folgte noch das einstimmige Votum für Theo Wübben zum Schatzmeister des TV Friesen. „Ich bin froh, dass Theo weitermacht. Wir können auf ihn nicht verzichten,“ so Gudrun Busch.

Über das geplante Bauvorhaben des TV Friesen am Gildeweg berichtete Gudrun Busch ausführlich. „Ich bin unserem Investor dankbar dafür, dass er weiter an unseren Plänen festhält und es bald zu einer Lösung kommt.“

Im kommenden Jahr feiert der TV Friesen seinen 70. Geburtstag. „So war das geplant. Doch Corona wirft uns zurück,“ bedauert Gudrun Busch. Der TV Friesen habe den Neujahrsempfang im Januar bereits abgesagt und auch ein großes Jubiläumsfest sei nicht mehr geplant: „Wir prüfen, was möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.“ Dazu gehören Großveranstaltungen wie Radrennen, Ballettaufführung oder Citylauf. „Wir wünschen uns nichts sehnlicher als den Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Und auch, dass unsere zahlreichen Jugend- und Seniorenmannschaften im Badminton, Basketball, Handball und Volleyball ihre Meisterschaftsspiele durchführen können.“ Bereits in einem halben Jahr hofft der Vorstand, die reguläre Delegiertenversammlung für 2020 durchführen zu können.

 

Text: Bernd Pohlkamp